Das sogenannte „Bürostuhl-Gesäß“ ist eine der weniger bekannten Folgen von langem Sitzen. Viele fragen sich: Wie sieht ein Bürostuhl-Gesäß aus und warum entsteht es? Tatsächlich geht es dabei weniger um das Aussehen, sondern vielmehr darum, wie sich die Muskulatur nach langem Sitzen anfühlt und wie sie funktioniert. Dieser Artikel erklärt, was ein Bürostuhl-Gesäß ist, welche Auswirkungen es auf die Gesundheit hat und wie man die Gesäßmuskulatur auf einfache Weise aktivieren kann.
Definition von „Bürostuhl-Po“
Der Begriff „Stuhl-Po“ ist umgangssprachlich und nicht medizinisch und beschreibt die negativen Veränderungen an Form, Muskeltonus und allgemeiner Gesundheit der Gesäßmuskulatur, die durch langes Sitzen verursacht werden. Er beschreibt den Zustand der Gesäßmuskeln, die nach einem langen Tag im Büro oft schwach, flach oder taub werden.
Büroangestellte und Gamer leiden oft unter dem sogenannten „Bürostuhl-Po“. Dabei geht es nicht nur um die Ästhetik; es ist ein Anzeichen für zugrundeliegende körperliche Probleme, die zu Schmerzen und Funktionseinschränkungen führen können. Wenn man täglich stundenlang sitzt, passieren verschiedene Dinge:
1. Muskelatrophie (Schwächung und Schrumpfung)
Beim Sitzen sind die Gesäßmuskeln (Gluteus maximus, medius und minimus) gedehnt und inaktiv. Dieser Zustand wird oft als „Glutealamnesie“ oder „Dead-Butt-Syndrom“ bezeichnet, da das Gehirn buchstäblich „vergisst“, wie diese Muskeln richtig aktiviert werden sollen.
2. Fettansammlung
Langes Sitzen verlangsamt Stoffwechsel und Durchblutung. In Kombination mit einem möglichen Kalorienüberschuss (häufig bei Snacks am Arbeitsplatz) kann dies zu vermehrter Fetteinlagerung in diesem Bereich führen.
3. Pfannkuchen-Po
Langes Sitzen führt außerdem dazu, dass sich die Hüftbeuger (die Muskeln an der Vorderseite der Hüfte) verkürzen und verspannen, was die natürliche Krümmung des unteren Rückens abflachen und das Gesäß flacher und weniger rund erscheinen lassen kann.

Wie es aussieht und sich anfühlt
Was ist denn nun das eigentliche Gesäß eines Bürostuhls? Es ist nicht immer ein optischer, dramatischer Übergang, aber es gibt konkrete Hinweise:
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Flacheres Aussehen. Ihr Gesäß kann seine natürliche Form und Festigkeit verlieren.
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Schmerzen im unteren Rücken und Verspannungen in der Hüfte. Langes Sitzen kann zu Verspannungen der Muskulatur im Hüftbereich und im unteren Rücken führen.
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Taubheitsgefühl oder Kribbeln. Langes Sitzen in einer Position kann die Durchblutung verringern und vorübergehend ein Kribbelgefühl verursachen.
Das sogenannte „Bürostuhl-Gesäß“ hat tatsächlich weniger mit dem Aussehen zu tun, sondern vielmehr mit dem Gefühl, dass der Körper bei der Ausführung der täglichen Tätigkeiten träge, verspannt und schwächer ist als zuvor.
Auswirkungen auf die Gesundheit
Der Begriff „Bürostuhl-Po“ mag harmlos klingen, doch seine gesundheitlichen Auswirkungen sind erheblich und weitreichend. Es handelt sich nicht nur um ein kosmetisches Problem, sondern um eine funktionelle Beeinträchtigung, die den gesamten Körper betreffen kann. Im Folgenden finden Sie eine Aufschlüsselung von den unmittelbarsten bis zu den systemischen Auswirkungen:
1. Schlechte Körperhaltung
Schwache Gesäßmuskeln und verspannte Hüften führen zu einer schlechten Körperhaltung und einer Fehlstellung der Wirbelsäule.
2. Weniger Mobilität
Alltägliche Aktivitäten wie Bücken, Gehen oder Laufen können weniger effizient sein.
3. Schmerzen im unteren Rückenbereich
Die Gesäßmuskulatur stabilisiert Becken und unteren Rücken. Wenn sie nicht richtig arbeitet, wird die Wirbelsäule belastet. Ständige Überkompensation führt zu Verspannungen, Überlastung und chronischen Schmerzen.
4. Verlangsamter Stoffwechsel
Inaktive Muskeln (wie die Gesäßmuskulatur) verbrennen weniger Kalorien, um den Blutzucker- und Cholesterinspiegel zu regulieren, wodurch das Risiko für das metabolische Syndrom, Typ-2-Diabetes und Herzerkrankungen steigt.
5. Durchblutungsprobleme
Langes Sitzen kann die Durchblutung behindern, was zu Taubheitsgefühlen führen und die Anfälligkeit des Körpers für Krankheiten wie Krampfadern erhöhen kann.
Eine schlechte Sitzhaltung im Bürostuhl ist nicht nur eine Frage des Aussehens, sondern kann auch einen Dominoeffekt auf Ihre Gesundheit auslösen. „Dominoeffekt“: Langes Sitzen → Schwache Gesäßmuskulatur & verkürzte Hüftbeuger → Beckenfehlstellung → Veränderte Biomechanik → Muskelkompensation → Schmerzen (Rücken, Hüfte, Knie) → Reduzierte Aktivität → Weitere Schwächung…

Anleitung zum „Aufwecken“ Ihres Gesäßes
Die gute Nachricht ist: Ein „Büro-Po“ lässt sich mit kleinen Änderungen des Lebensstils verhindern und sogar rückgängig machen. Hier sind ein paar praktische Übungen, um Ihre Gesäßmuskulatur zu aktivieren:
Alle 30-60 Minuten eine Pause einlegen.
Stehen Sie alle 30 bis 60 Minuten auf, um sich zu dehnen, ein paar Schritte zu gehen oder Kniebeugen zu machen.
Gesäßmuskelübungen in Schräglage
Einfache Übungen wie Brücken, Ausfallschritte und Hüftheben können Muskeln straffen und reaktivieren.
Dehnen Sie Ihre Hüftbeuger
Langes Sitzen verursacht Verspannungen in Hüfte und Oberschenkeln; beugen Sie dem vor, indem Sie Hüfte und Oberschenkel dehnen.
Setzen Sie sich auf einen ergonomischen Stuhl
Der Grund dafür ist, dass man mithilfe eines ergonomischen Stuhls eine Sitzposition einnehmen kann, die eine angemessene Körperhaltung gewährleistet und gleichzeitig die Belastung der Gesäßmuskulatur minimiert.
Probieren Sie Stehtische aus
Sitzen und Stehen können helfen, längere Phasen der Inaktivität zu vermeiden.
Wenn Sie diese Vorsichtsmaßnahmen in Ihren Alltag integrieren, können Sie Ihre Muskelkraft wiedererlangen, Ihre Körperhaltung verbessern und die Schmerzen beseitigen.
Abschluss
Wie sieht ein sogenannter „Bürostuhl-Po“ aus? Er ist die Folge von Schwächung, Abflachung und Inaktivität der Gesäßmuskulatur durch langes Sitzen. Obwohl sich dies äußerlich in Form von nachlassender Festigkeit äußern kann, sind die gesundheitlichen Auswirkungen, wie Steifheit, Haltungsprobleme und Schmerzen, viel besorgniserregender. Wenn Sie den negativen Folgen des Sitzens wirklich vorbeugen möchten, beginnen Sie noch heute mit kleinen Schritten. Entspannen Sie sich, treiben Sie Sport und investieren Sie in ergonomische Möbel, die Sie über vertrauenswürdige Händler beziehen.








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