Betritt man ein modernes Büro, bietet sich einem mitunter ein ungewöhnlicher Anblick: Inmitten unzähliger Standard-Drehstühle sitzt ein Mitarbeiter auf einem deutlich anderen, ergonomischen Stuhl. Dieses Privileg ist nicht nur dem Chefbüro vorbehalten, sondern ein wachsender Trend unter den Angestellten. Ist diese ungewöhnliche Angewohnheit etwa zur neuen Normalität geworden?
Warum Bürostühle wichtig sind
Durchschnittlich verbringt ein Büroangestellter 6 bis 8 Stunden täglich und über 1.700 Stunden im Jahr am Schreibtisch. In unserer Gesundheitskolumne erfahren Sie mehr über die Gefahren von zu langem Sitzen. Langes Sitzen kann schnell zu einer schlechten Körperhaltung, Rückenschmerzen und Müdigkeit führen – vorausgesetzt, Ihr Stuhl ist nicht ergonomisch. Ein hochwertiger Bürostuhl ist daher kein Luxus, sondern eine grundlegende Voraussetzung für Wohlbefinden und Produktivität.
Ist es normal, seinen eigenen Stuhl mit ins Büro zu bringen?
In den letzten Jahren, insbesondere mit dem Aufkommen von Homeoffice und hybriden Arbeitsmodellen, achten Arbeitnehmer verstärkt auf ihr Arbeitsumfeld. Viele haben in ergonomische Stühle für ihr Homeoffice investiert – und einige bringen diese nun auch wieder ins Büro. Ist das normal? Es wird immer üblicher und akzeptierter, ist aber noch nicht der allgemeine Standard.
Vor zehn Jahren wäre es vielleicht als exzentrisch oder gar als Affront gegen das Unternehmen aufgefasst worden, seinen eigenen Stuhl mitzubringen. Heute hat sich die Sichtweise grundlegend gewandelt. Angesichts des gestiegenen Fokus auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter sowie auf hybride Arbeitsmodelle zeigen sich Arbeitgeber verständnisvoller. Viele sehen es als positives Zeichen: Ein Mitarbeiter, der in seinen eigenen Komfort investiert, ist in der Regel konzentrierter, gesünder und fehlt seltener krankheitsbedingt.
In Tech-Startups, Designstudios und sogar in manchen traditionellen Unternehmen gilt es nicht mehr als ungewöhnlich, seinen eigenen Stuhl mitzubringen – es wird als Investition in das eigene Wohlbefinden gesehen. Genauso wie eine eigene Tastatur, ein Monitorständer oder geräuschdämpfende Kopfhörer die Arbeit erleichtern, ist ein eigener Stuhl ein weiteres Hilfsmittel für produktiveres Arbeiten.

Vorteile, wenn man seinen eigenen Stuhl mitbringt
Es geht um mehr als nur um einen bequemeren Sitz.
Maßgeschneiderte Ergonomie
Sie kennen Ihren Körper am besten. Ein Stuhl, der zu Ihrer Größe, Ihrem Gewicht und Ihren spezifischen Bedürfnissen – wie z. B. einer Lenden- oder Nackenstütze – passt, kann einen großen Unterschied für Ihren Rücken ausmachen.
Verbesserte Produktivität
Wenn Sie es sich bequem gemacht haben, fällt es Ihnen leichter, konzentriert zu bleiben und Ermüdung vorzubeugen. Sie müssen nicht ständig Ihre Position wechseln, können sich länger konzentrieren und mehr schaffen.
Persönliche Note
Ihr Stuhl wird zu einem vertrauten und hilfreichen Bestandteil Ihres Arbeitsplatzes. Dieser Komfort kann Stress reduzieren und Ihnen helfen, sich den ganzen Tag über wohler zu fühlen.
Kostengünstiger Komfort
Ein hochwertiger ergonomischer Stuhl mag zwar in der Anschaffung teurer sein, kann aber jahrzehntelang halten. Und wenn Sie den Job wechseln, können Sie ihn einfach mitnehmen und den Komfort überallhin mitnehmen.
Wie man den richtigen Stuhl fürs Büro auswählt
Bevor Sie einen Kauf tätigen, sollten Sie diese wichtigen Punkte beachten, um sicherzustellen, dass Ihr neuer Stuhl der richtige für Sie ist.
Ergonomie priorisieren
Achten Sie auf wichtige Merkmale wie verstellbare Sitzhöhe, ausreichende Lendenwirbelstütze, Armlehnen und eine verstellbare Rückenlehne mit Spannungsregulierung.
Prüfen Sie die Arbeitsplatzregeln und praktischen Details.
Vergewissern Sie sich, dass Ihr Unternehmen die Mitnahme eigener Stühle erlaubt. Denken Sie auch an die Logistik: Hat der Stuhl Rollen? Ist er für Ihren Büroboden geeignet – Teppich oder Hartboden? Und wie transportieren Sie ihn ins Büro?
Passform und Stil sind wichtig
Messen Sie Ihren Arbeitsplatz vor dem Kauf aus. Ein großer Gaming-Stuhl mag zwar bequem sein, könnte aber in einem Gemeinschaftsbüro zu viel Platz einnehmen.
Vor dem Kauf testen
Wenn möglich, testen Sie den Stuhl persönlich. Was sich für ein paar Minuten gut anfühlt, ist nach einem ganzen Arbeitstag möglicherweise nicht mehr bequem.
Schlussfolgerung
Den eigenen Stuhl mit ins Büro zu bringen, ist ein Trend, der auf dem Wunsch nach mehr Komfort und besserer Gesundheit sowie höherer Leistungsfähigkeit beruht. Am einfachsten ist es, mit dem Chef zu sprechen und seine Zustimmung einzuholen. Manchmal beteiligt er sich sogar an den Kosten. Ist das üblich? Vielleicht nicht überall – aber es wird definitiv immer akzeptierter und in vielen Kreisen sogar empfohlen.








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